Was Sie uns als Druckvorlage liefern können. Wenn Sie die Vorlage nicht selbst mit dem Computer erstellen,
sondern uns Unterlagen, Fotos und Dias übergeben möchten, dann betrifft Sie der Abschnitt Von Papier und Lichtbild.
Wenn Sie die Vorlage oder Teile mit dem Computer bearbeiten, dann geben Ihnen die anderen Abschnitte Hinweise.
Vieles davon werden Sie bereits wissen. Dennoch weisen wir auf einige häufige Fehlerquellen hin. Bitte beachten Sie den Abschnitt über
PDF-Dateien, weil PDF unser wichtigstes Druckdatenformat ist und die Grundlage der Berechnung unserer Preise.
Das ist die herkömmliche Arbeitsweise: Sie vertrauen uns Ihr Manuskript an, Ihre Fotos, Dias und Zeichnungen. Zunächst wird Ihr Text in einen Computer getippt und Ihre Abbildungen eingelesen. Danach werden Sie Ihre Unterlagen selbstverständlich wieder zurückerhalten. Wir wissen, daß Ihre Fotos teilweise alte Familienerinnerungen oder geliehene geschichtliche Dokumente sind, um die Sie sich sorgen. Trotzdem bitten wir Sie um Originale, denn mit jedem Abzug oder gar mit einer Fotokopie geht Qualität verloren. Wenn Sie Negative, Dias oder Glasplatten haben, dann sprechen Sie bitte mit uns, denn meistens sind Papierabzüge nicht erforderlich oder bedeuten einen Qualitätsverlust. Bitte ziehen Sie echte Fotos irgendwelchen gedruckten Bildern vor, denn das Raster gedruckter Bilder ist ein Hindernis, so daß das erneut gedruckte Bild schlechter wird als die gedruckte Vorlage.
Man unterscheidet Texteditoren und Satzprogramme. Die Stärken der Texteditoren (z. B.
Microsoft Word,
Open Office Writer,
Text Maker,
Corel Word Perfect) sind das Schreiben und Bearbeiten von Texten, dafür kann man mit ihnen nicht gut setzen, sie beherrschen keine Farbtrennung und die Erzeugung für den gewerblichen Druck geeigneter Dateien ist eingeschränkt und unsicher. Bei Satzprogrammen (z. B. InDesign, Framemaker, Pagemaker) sind die Stärken und Schwächen umgekehrt.
Im gewerblichen Satz wird nicht alles mit einem Programm erledigt, sondern der Text wird mit einem Editor bearbeitet, bis er fehler- und formatierungsfrei ist, Fotos werden mit einem Bildbearbeitungsprogramm vorbereitet und Graphiken in einem Vektorgraphikprogramm erstellt. Erst danach wird alles mit einem Satzprogramm zusammengestellt (siehe Hinweis im übernächsten Absatz) und das Aussehen der Doppelseiten bestimmt. Erst dann weist man dem Text die Schriftarten, -größen und –auszeichnungen zu, erst dann werden Fotos und Graphiken zwischen die Textblöcke gefügt.
Wir benutzen beispielsweise Open Office und Word von Microsoft, um die Texte zu bearbeiten, Adobe Photoshop für Fotos, Corel Draw für Graphiken und setzen
mit Adobe InDesign CS — alles mit Windows.
Wenn Sie eine Graphik in einem anderen Programm erstellt haben, dann speichern Sie die Graphik als einzelne Datei ab und importieren Sie in das Programm, mit dem Sie das Layout machen — nicht einbetten oder »ziehen und ablegen« (denn oftmals ist dann in dem Dokument nur ein Vorschaubild mit
einer Verknüpfung zu einer Datei auf Ihrer Festplatte, so daß bei Ihnen alles tadellos funktioniert, aber woanders nicht mehr).
Drei Fälle unterscheiden wir:
1. Fall: Sie machen alles selbst
Mit einem Satzprogramm wie zum Beispiel InDesign, Framemaker, Pagemaker oder QuarkXPress sollten Sie nur dann ein Buch, eine Dissertation, eine Diplomarbeit oder
eine Abiturzeitung erstellen, wenn Sie damit vertraut und geübt sind. Der Ruf als »Profi-Programme« verführt manche Anfänger dazu, sich damit zu übernehmen,
obwohl sie mit Open Office oder Word ein besseres Ergebnis viel leichter erzielt hätten.
Eine weitere Unterscheidung ist: Farbe oder nur Schwarz? Nur Schwarz mit vielleicht einer, zwei oder drei farbigen Abbildungen (außer Einband):
Dann reichen Texteditoren wie Word oder das Satzsystem
aus.
Was aber in Farbe gemacht wird, muß in einem Programm gemacht werden,
das Farben für den gewerblichen Druck trennen kann. Das geht NICHT mit Word, nicht mit Power Point, nicht mit Excel, nicht mit Open Office, nicht mit »Die Hausdruckerei 1-2-3« vom Grabbeltisch. Auch wenn auf dem Farbdrucker zu Hause oder im Institut farbige Seiten herauskommen, gewerbliche Drucksysteme arbeiten anders, damit sie die höhere Qualität erreichen, die der Kunde von seinem Dienstleister erwartet.
Farbseiten können Sie mit Corel Draw erstellen, auch kleine Dokumente bis zu etwa 16 Seiten (ab etwa 17 Seiten sind Satzprogramme deutlich schneller und wirtschaftlicher). Für längere Werke mit mehreren nicht gruppierten farbigen Seiten kommen eigentlich nur Satzprogramme in Frage.
Erstellen Sie keine Textseite in Photoshop! In Photoshop kann man zwar einzelne Zeilen setzen und so eine Anzeige oder ein Titelbild (siehe Einband) erstellen, aber benutzen Sie Photoshop nicht als Schreibprogramm! Davor müssen wir Sie warnen, weil wir bereits eine 120seitige Abiturzeitung erhielten, die vollständig in Photoshop getippt wurde — bei 72 dpi Auflösung! Solch ein Fall kann nicht mehr repariert werden, sondern er muß neuerstellt werden oder bleibt grauenhaft.
Formelsatz beherrschen nur
und Open Office Writer gut. Wenn Sie lieber Word benutzen und nur etwa zehn Formeln haben, dann können Sie diese Formeln auch zum Beispiel mit Corel Draw zeichnen, als EPS-Datei speichern und in Word importieren.
Wir raten ab, Power Point für Dokumente zu benutzen, die bei uns gedruckt werden sollen. Die Ausgabe ist eingeschränkt, fehleranfällig und Änderungen sind uns nicht möglich. Wir arbeiten nicht mit Power Point.
2. Fall: Sie erfassen den Text, aber überlassen uns die Neben- und Endarbeit
Bitte schreiben Sie Ihr Werk in Word oder Open Office Writer. Sie können den Text gestalten, Bilder und Tabellen einfügen. Eine oft gewünschte Nebenarbeit ist, daß wir Fotos scannen, und bearbeiten. Wir können Ihnen dann eine CD mit den Bilddateien geben, die Sie selbst in die Word-Datei einfügen. Wenn Sie wünschen, daß wir die Bilddateien einfügen, dann zeichnen Sie bitte Rechtecke als Platzhalter in der Word-Datei.
3. Fall: Sie erfassen den Text, aber überlassen uns den Satz
Das ist der Fall, wenn Sie Satzqualität wünschen. Schreiben Sie mit einem Texteditor und übergeben uns eine Datei für Microsoft Word oder Open Office Writer oder eine RTF-Datei. Bitte gestalten Sie den Text nicht, bitte legen Sie Tabellen in getrennten Einzeldateien an, bitte fügen Sie kein Bild ein. Bild- und Tabellenunterschriften sammeln Sie bitte in einer weiteren Textdatei. Fußnoten schreiben Sie bitte numeriert in eine eigene Textdatei und in der Haupttextdatei die entsprechenden Nummern hinter die Bezugsörter oder Bezugssätze.
Bilder fügen wir später mit dem Satzprogramm ein. Tabellen erstellen wir im Satzprogramm aus den Einzeldateien.
Jede Gestaltung des Textes wird erst mit dem Satzprogramm vorgenommen, also auch die Zuweisung der Schriftart und -größe. Auch wenn Ihr Text später in der Garamond oder Palatino erscheinen wird, können Sie Cambria, Times New Roman, Georgia oder Arial benutzen. Im laufenden Text können Sie einzelne Worte kursiv oder fett auszeichnen, aber bitte nicht in Großbuchstaben, nicht in Kapitälchen, nicht gesperrt oder in anderer Farbe oder in anderer Schriftart (Sonderzeichen), denn diese anderen Auszeichnungen erfolgen im Satzprogramm. Sie können uns im Ausdruck auf Papier handschriftlich auf besondere Stellen hinweisen bzw. Regeln angeben wie z. B. »alle Forschernamen in Kapitälchen«, »alle Zitate in gebrochener Schrift«. Damit Text sauber gesetzt werden kann, müssen wir die meisten durch Kunden vorgenommenen Formatierungen erst entfernen. Deshalb hilft ein Kunde uns nicht durch eigene Formatierung, sondern verursacht unnütze Mehrarbeit, die kostet.
Unseren Kunden erhalten mehrfach Ausdrucke, so daß Sie Ihre Wünsche anmerken und wir diesen Wünschen nachkommen können.
Sonderzeichen
Die heute zur Standardauslieferung von Windows gehörenden Schriften Arial, Arial Black, Calibri, Cambria, Candara, Constantia, Corbel, Courier New, Georgia, Palatino Linotype, Times New Roman, Trebuchet MS und Verdana sind Unicode-Schriften mit den Buchstaben aller europäischen Sprachen, also auch kyrillische und griechische. Arial, Courier New, und Times New Roman enthalten sogar arabische und hebräische Zeichen. Open Office, Word von Microsoft, Adobe InDesign und Corel Draw 12 verstehen Unicode.
Ebenso enthalten alle normalen Schriften viele Sonderzeichen, die manche nur im Symbolzeichensatz suchen, zum Beispiel ×, µ, °, †, • oder ±.
Zeichen wie
,
,
und
(verheiratet, gefallen, geschieden, Schlägel und Eisen) haben wir. Wir fertigen Ihnen auch Sonderzeichen an.

Unicode ermöglicht die Zeichen vieler fremder Schriften und Symbole in einem Zeichensatz — hier die Arial.

Auch das
und echte Ligaturen gewähren sauberen Satz. Hier eine richtige Anwendung.
Korrekturlesen
Fehler sind ein schwieriges Thema, denn es gibt Menschen, die gekränkt sind, wenn man sie ungefragt auf Fehler hinweist, und andere beklagen sich nach dem Druck: »Aber das hätten Sie doch sehen müssen!« Deshalb erklären wir hier zum Korrekturlesen und zur Arbeit eines Setzers:
Wir lesen keine Korrektur, wenn Sie uns fertige Druckdateien liefern oder eine Datei, in die wir nur noch Bilder einsetzen.
Wir lesen Korrektur, wenn Sie es wünschen.
Der Setzer liest ungewollt Korrektur, wenn Sie uns Textdateien zur weiteren Bearbeitung übergeben, denn zur Satzvorbereitung muß der Setzer den Text aufmerksam durchsehen, so daß er den Text dabei sowieso liest. Dabei fallen ihm Fehler auf, auch wenn er nicht gezielt nach ihnen sucht.
Manche Kunden sind erstaunt, wenn der Setzer noch etwas findet, denn sie bereiten akribisch Ihre Texte vor, lassen Bekannte und Kollegen
Korrekturlesen (»Aber meine Schwägerin ist Lehrerin!«), obwohl normal ist, daß in jeder noch so guten Arbeit Dritten oder den Verfassern selbst nach einiger Zeit Fehler auffallen, die zwanzig andere zuvor nicht sahen. Kritik an der Rechtschreibung mancher Menschen ist oftmals so schwierig und gefährlich, wie den Fahrstil eines anderen zu kritisieren.
Guter Satz des Textes bedeutet nicht nur die Einhaltung der Rechtschreibregeln, sondern darüber hinaus die Anwendung von Satzregeln. Beispiel: Wissen Sie, wann man -, − und — mit oder ohne Leerstellen benutzt? Schreibt man 37°C, 37 °C oder 37° C? Ein Setzer achtet auch auf den richtigen Gebrauch von Anführungszeichen und daß zwischen 12 und € kein Zeilenumbruch erfolgt. Nach solchen Stellen sucht ein Setzer im Text. Weil er wie Lektoren oder Redakteure hochwertiger Zeitschriften durch seine tägliche Arbeit sehr viel Übung im Lesen hat, fällt ihm natürlich einiges auf.
Wenn Sie wünschen, daß Ihr Text so fehlerfrei wie möglich ist, dann enthebt der Setzer Sie nicht von der Verantwortung. Auch wenn er sich bemüht, so ist auch er irgendwann »betriebsblind« in bezug auf Ihren Text. Kein weiterer Mitarbeiter der Druckerei oder gar der Chef liest Korrektur. Deshalb erhalten Sie verschiedene Probeausdrucke (früher »Druckfahnen« genannt), die Sie bitte aufmerksam durchsehen, insbesondere, wenn aus technischen Gründen etwas neugetippt werden mußte, denn Sie sind es, der die Druckfreigabe erteilt.
Begriffe: Farbbild, Graustufenbild, Schwarz-Weiß-Bild, Zweifarbdruck
Das Wort Farbbild ist selbsterklärend, Graustufenbilder enthalten Grau als Stufen zwischen Weiß und Schwarz (in der Umgangsspache werden diese als Schwarz-Weiß-Bilder bezeichnet) und Schwarz-Weiß-Bilder (die hier besprochen werden) enthalten nur zwei Tonwerte (»1« für Tinte, »0« für Papier).

Farbbild, Graustufenbild, Schwarz-Weiß-Bild
Auch wenn das nichts Neues für Sie ist, möchten wir einige Begriffe erklären, um im folgenden Mißverständnisse zu vermeiden.
Schwarz-Weiß-Bilder benutzen je Bildpunkt (Pixel) 1 Bit, Graustufenbilder benutzen je Bildpunkt 8 Bit (256 Graustufen) oder 16 Bit (65.536 Graustufen), Farbbilder benutzen 8 Bit oder 16 Bit je Farbanteil (Modell Rot-Grün-Blau, Modell Cyan-Magenta-Gelb-Schwarz). (Bei HDR-Bildern sind es sogar 32 Bit je Farbanteil, aber in diesem Format werden sie nicht für den Druck verwandt.)
Schwarz-Weiß-Bilder und Graustufenbilder können auch farbig wiedergegeben werden, ohne die Daten in ein anderes Farbmodell zu wandeln. Zum Beispiel kann in einem Schwarz-Weiß-Bild der Pixelwert 0 »Hellgelb« und 1 »Braun« bedeuten. Graustufenbilder können durch eine zweite Druckfarbe (Zweifarbdruck oder Duplexdruck) oder durch zwei oder drei weitere Farben (Dreifarb-, Vierfarbdruck bzw. Triplex-, Quadruplexdruck) verschönert werden. Das untenstehende Bild entspricht einem Zusammendruck von Schwarz mit Gelborange als Sonderfarbe. Vergleichen Sie mit dem ursprünglichen Farbbild, das in doppelt soviel Farben gedruckt werden muß.

Schwarz-Weiß-Bild in Farbe, Graustufenbild im Zweifarbendruck
und zum Vergleich Farbbild
Im allgemeinen können die verschiedenen Datenformate auch den indizierten Farbmodus bzw. Palettenmodus verwenden. GIF verwendet ihn ausschließlich, BMP häufig. (Die meisten Graphiken im WWW sind GIF-Bilder.) In diesem Farbmodus beschreibt der Wert eines Pixels nicht die Farbe bzw. Grauwert unmittelbar, sondern ist nur die Nummer einer Farbe, die in einer Palette beschrieben ist, und zwar dort im RGB-Modus. Die Farbe kann auch »durchsichtig« sein.
Auch wenn Bilder im indizierten Farbmodus von Druckern einfach als RGB-Bilder verstanden werden sollten, so bereiten sie doch überraschend oft Schwierigkeiten. Deshalb raten wir, stets den Farbmodus eines Pixelbildes zu überprüfen und ggf. zu verbessern:
1. Farbige Bilder im Palettenmodus zu RGB
2. Wenn in einem RGB-Bild oder Paletten-Bild nur Graustufen sichtbar sind, dann in den Graustufenmodus wandeln.
3. Wenn in einem RGB-Bild, einem Graustufenbild oder Paletten-Bild nur Schwarz und Weiß sichtbar sind, dann in ein reines Schwarz-Weiß-Bild wandeln.
Ergänzung zu 2:
Wenn in Farbe gedruckt wird, dann werden Graustufenbilder nur mit schwarzer Farbe gedruckt, aber Farbbilder (auch wenn sie auf dem Bildschirm nur grau erscheinen) werden aus Cyan, Magenta, Gelb und Schwarz zusammengedruckt. Der Zusammendruck auf Papier wirkt anders als ein Bild, das nur mit Schwarz gedruckt wird.

Ein Graustufenbild ergibt nur einen Schwarzauszug.

Ein RGB-Bild ergibt Auszüge in allen vier Farben. Wenn davon nur der Schwarzauszug gedruckt wird, dann sieht das Bild überbelichtet aus.
Achten Sie bitte darauf, daß Graustufenbilder auch tatsächlich im Graustufenmodus gespeichert sind, aber nicht als entfärbte RGB-Bilder. (In InDesign im Fenster Verknüpfungen werden die Farbräume der Bilder angezeigt.) Nur Bilder im Graustufenmodus werden auch nur mit Schwarz gedruckt und von der Druckmaschine als preiswerte Schwarz-Seite gezählt. RGB-Bilder, die nur grau aussehen, werden aus CMYK »farbneutral« gemischt und die Druckmaschine zählt die Seite als teure Farbseite. Obwohl die CMYK-Mischung »farbneutral« sein soll, zeigt sie einen leichten Farbstich. Bilder im Graustufenmodus werden beim Export als PDF-Datei nicht nach CMYK gewandelt.
Begriffe: Auflösung, Halbton, Raster, Rasterweite
Auflösung = Anzahl der Bildpunkte (des Gerätes) : Länge. Die üblichen Maßeinheiten sind Punkte je Zentimeter, Punkte je Zoll (dots per inch — dpi, 1 Zoll = 2,54 cm) und Pixel je Zoll (pixels per inch — ppi). [Punkte oder Pixel? Die kleinste Bildeinheit auf dem Rechner oder beim Scannen heißt Pixel (Kurzform von picture element), auf Papier heißt sie Punkt (englisch: dot).] Im allgemeinen beträgt die Auflösung von Scannern etwa 2.400 ppi, von Laserdruckern 600 oder 1.200 dpi, von Tintenstrahldruckern 720 oder 1.440 dpi, von Filmbelichtern 2.540 dpi und höher.
Vollton bedeutet die Bedeckung einer Fläche, zum Beispiel der eines Bildpunktes, mit 100 % einer Druckfarbe. Halbton bedeutet die teilweise Bedeckung einer Fläche mit einer Druckfarbe. Folgerungen: Mit Volltönen lassen sich nur Schwarz-Weiß-Bilder wiedergeben, und zwar in der höchsten Auflösung des Ausgabegerätes (höchstens etwa 800 dpi — mehr dazu später). Für alle Graustufenbilder und alle Farbbilder sind Halbtöne notwendig.
Scanner lesen Halbtöne ein, Bildschirme stellen Halbtöne dar, Fotobelichter belichten Halbtöne. Soweit bleibt alles einfach.
Laserdrucker, Tintenstrahldrucker, Druckmaschinen und Filmbelichter können aber keinen Halbton drucken. Sie müssen die Halbtöne durch Raster ersetzen. Dadurch können Graustufen- und Farbbilder nicht in der Auflösung des Ausgabegerätes wiedergegeben werden, sondern nur in einer viel geringeren.

Die Erzeugung von Rastern wird am einfachsten durch ein Beispiel verständlich: Ein Graustufenbild mit 256 Graustufen soll ausgedruckt werden. Nach dem großen Einmaleins ist 256 die Quadratzahl von 16. Nun stellen wir uns ein Quadrat aus 16×16 Bildpunkten, die nur schwarz oder weiß sein können, vor. Das Quadrat nennen wir »Rasterzelle«. Den Halbton einer Graustufe können wir nun simulieren, in dem wir die entsprechende Anzahl von Bildpunkten in dem 16×16-Quadrat auf Schwarz schalten. Üblicherweise gruppieren die »Rastererzeuger« die Bildpunkte als Kreis in der Mitte des 16×16-Quadrates. Dadurch entstehen die Rasterpunkte, die wir mit bloßem Auge auf Ausdrucken, in Zeitungen und Zeitschriften erkennen können.

Das obere geht aus dem untenstehenden groben Bild hervor.
Ein feineres Bild wird auch nur in das gleiche, grobe Raster umgesetzt.

Die hohe Auflösung eines Druckers gibt also nicht Fotos in jener Auflösung wieder, sondern die hohe Auflösung ist nötig, damit die Rasterzellen nicht zu grob ausfallen. Ein Filmbelichter habe eine Ausgabeauflösung von 2.540 dpi (das sind 1.000 Punkte/cm). Damit kann er 2.540 : 16 = 158¾ Rasterzellen je Zoll bzw. 1.000 : 16 = 62½ Rasterzellen je Zentimeter erzeugen. Man benutzt dafür nicht das Wort Rasterzelle, sondern Rasterzeilen bzw. auf Englisch lines. Also spricht man von 158¾ lines per inch (lpi) oder von 62½ Linien je Zentimeter (L/cm). Zugegeben, 158¾ und 62½ sind krumme, unhandliche Werte, aber sie sind nur das Rechenergebnis der höchsten Rasterweite, die ein 2.540-dpi-Belichter bei 256 Halbtönen erzeugen kann. Die gebräuchliche Rasterweite (gut für die meisten Papiersorten) beträgt 60 Linien/cm (im Druckereijargon »60er Raster«) bzw. 150 lpi.
Eine höhere Rasterweite ist durch Verminderung der Graustufen möglich (auch 12²=144 Graustufen reichen aus, das Raster ist dann um ein Drittel feiner). Nach bisheriger Rechnung könne ein 600-dpi-Laserdrucker nur 37½-lpi-Raster (600 : 16 = 37½) erzeugen. Wenn man sich aber mit nur 8²=64 Graustufen anstatt 16²=256 begnügt (das Auge unterscheidet sowieso nur etwa 90—100 Halbtöne), dann besteht eine Rasterzelle aus 8×8 Bildpunkten des Druckers. Dann erhöht sich die Rasterweite schon auf 75 lpi. Mit ein paar Tricks kitzelt ein Laserdrucker noch eine etwas höhere Auflösung heraus: Zum Beispiel ein HP Laserjet 4 von 1993 (600 dpi) druckt 85 lpi.
Scannen: Auflösung und Farbtiefe
Schwarz-Weiß-Bilder scannen Sie ungefähr mit der Auflösung des Ausgabegerätes. Tatsächlich können mehr als 700—1.000 dpi nicht auf das Papier übertragen werden, weil Tinte verläuft bzw. Toner streut. Wenn Sie also ein Bild in gleicher Größe 1:1 ausgeben wollen, dann erzeugen Sie durch das Scannen mit 2.400 dpi 88
% überflüssige Daten, die bei jeder Ausgabe erst herausgerechnet werden müssen.
Graustufenbilder und Farbbilder scannen Sie mit 150—300 lpi. Unterhalb von 150 lpi müssen Sie damit rechnen, daß sichtbar wird, wie das Bild aus quadratischen Flächen zusammengesetzt ist. Oberhalb 300 lpi erhalten Sie nur überflüssige Daten, die nur Ballast sind. Der Begriff Qualitätsfaktor geistert umher. Man kann beobachten, daß Bilder, die in höherer Auflösung als die Ausgabeauflösung (zum Beispiel 60er Raster, entspricht 150 lpi) vorliegen, schärfer wirkende Raster ergeben. Das Verhältnis zwischen Bildauflösung und Ausgabeauflösung heißt Qualitätsfaktor. Bei 1,33 wird ein Graustufenbild besser, bei 1,5 noch ein bißchen, aber ab 2 ist keine Verbesserung mehr sichtbar. Farbbilder werden durch 1,5fache Auflösung besser, jenseits von 2 wird keine Verbesserung sichtbar.
Beachten Sie auch das Fehlerrauschen eines Bildes: Auch unter sehr günstigen Bedingungen rauschen analoge Bilder erheblich mehr als gute digitale Bilder (zum Beispiel im Himmel). Deshalb reicht bei guten digitalen Bildern ein kleinerer Qualitätsfaktor aus, wogegen bei anderen Bilder das Rauschen mit einem größeren Qualitätsfaktor »kleingerechnet« werden muß.

Rechts ist ein Ausschnitt aus einem digitalen Bild, links aus einem analogen Bild (schlechter als digital).
Berücksichtigen Sie die Vergrößerung oder Verkleinerung eines Bildes, denn am Ende zählt nicht die Auflösung, mit der gescannt wurde, sondern die Auflösung in der Ausgabegröße. Wenn Sie ein Bild sowieso nur in halber Größe drucken wollen, dann reicht die Hälfte der zuvor überlegten Auflösung. Wenn Sie ein Bild um den Faktor 3 vergrößern wollen, dann müssen Sie auch die Auflösung mal 3 nehmen. Zum Beispiel wenn Sie mit Ihrem Scanner ein Dia im Hochformat einlesen und ganzseitig auf A5 als Graubild ausgeben möchten: 1. normale Scanauflösung 150 lpi × Qualitätsfaktor 1,5 = 225 lpi. 2. Vergrößerungsfaktor Breite A5 148,5 mm : Diabreite 24 mm = 6,1875. 3. Scanauflösung 225 lpi × Vergrößerungsfaktor 6,1875 = 1.392,1875 lpi. Mit 1.500 lpi, um einen glatten Wert zu nennen, dürften Sie gut auskommen.
Wenn Ihr Scanner 16 Bit Farbtiefe bietet, dann scannen Sie damit. Bei 16 Bit Farbtiefe kann man besser die Tonwerte verändern. Danach kann man immer noch auf 8 Bit herunterrechnen.
Vorbereitung zum Scannen
1. Ist die Glasscheibe des Scanners mit Glasreiniger geputzt? Fusseln, Flecken und Fingerabdrücke verursachen viel Nachbearbeitung am Rechner und sind später im Druck zu sehen.
2. Scannen Sie ein hellweißes Blatt und einen tiefschwarzen, matten Gegenstand als Graustufenbild. Sind die Tonwerte wirklich 0 (Schwarz) und 255 (Weiß)? Wenn Sie zum Beispiel 24 und 239 erhalten, dann müssen Sie Ihren Scanner kalibrieren. Der dunkelste Wert heißt Schwarzpunkt, der hellste Weißpunkt.
3. Scannen Sie ein Foto mit Schattenbereichen, in denen Sie mit Ihrem Auge noch schwache Einzelheiten erkennen. Sind die auch im gescannten Bild zu erkennen? Wenn nicht: Ergibt das Diagramm der Tonwerteverteilung eine Häufung dunkler Tonwerte und dann einen Sprung zu einem Mittelgrau? Umgekehrt gibt es auch eine Probe für helle Tonwerte: Weiße Flächen ohne sanften Übergang zu einem Mittelgrau (zum Beispiel in Wolken)? Vielleicht können Sie Ihren Scanner kalibrieren.

Links gut, rechts Sprünge zum Schwarz- und zum Weißpunkt
Bildbearbeitung, Kalibrierung und Farbräume
Alle gescannten Bilder werden bearbeitet: Fusseln und Flecken entfernen im Bild, Tonwerte einstellen, Tonwerte in einzelnen Bereichen aufhellen oder abdunkeln, und dann noch der Wirklichkeit in Einzelheiten nachhelfen. Die Bilder sollen schließlich besser aussehen, als sie vorher waren.
Fusseln und Flecken und Raster entfernen Sie am besten zuerst, dann speichern Sie ab und brennen diese Bearbeitungsstufe auf CD. Die Retusche ist oftmals aufwendig. Wenn die Tonwertbearbeitung mißlang, dann müssen Sie das Scannen und die Retusche wenigstens nicht wiederholen. Gedruckte Bilder scannen Sie zum Beispiel bei 300 lpi. In Adobe Photoshop zeichnen Sie das Raster weich mit
oder
, wobei Sie die Parameter ausprobieren. Erst nach der Retusche oder dem Entfernen des Rasters lohnt die Tonwertbearbeitung.
Jede Veränderung von Tonwerten ist nur dann sinnvoll, wenn Ihr Bildschirm die Farben und Graustufen auch richtig darstellt. Wenn die Fotos schlecht gedruckt werden, dann helfen Bemerkungen wie »Bei mir am Bildschirm sahen die aber noch ganz toll aus, und mein Bildschirm ist ein teurer Profi-Bildschirm« oder »Die Bilder druckte ich mit dem preisgekrönten Drucker Xy aus und nun sehen die Bilder ganz anders aus« nichts.
Den Bildschirm können Sie mit dem Hilfsmittel Adobe Gamma, das Photoshop beiliegt, kalibrieren. Kalibrieren heißt, daß Sie ein Programm starten, das Ihnen mitteilt, wie Sie an den Knöpfen Ihres Bildschirmes herumdrehen sollen, anschließend Farbfelder vergleichen und bewerten. Daraus errechnet das Programm eine Korrekturkurve besonders für Ihren Bildschirm. Wichtig ist, daß Rot, Grün und Blau eigene Korrekturkurven erhalten, denn sonst wird nur die mittlere Helligkeit berichtigt, aber kein Farbstich (Grau 128-128-128 muß neutral sein). Auch zu vielen Bildschirmen werden Kalibrierungsprogramme geliefert, z. B. Colorific.
Die Bildschirmdarstellung können Sie jedoch nur beurteilen, wenn Sie eine Vorlage und die dazugehörige Datei, die eben genau jene Vorlage erzeugen, haben. Dafür gibt es das vom Fachverband der photochemischen Industrie entwickelte
DQ Tool.
Dieses DQ Tool
ist auch für die Kalibrierung eines Scanners und eines Farbdruckers geeignet. Leider ist es nicht mehr im Handel erhältlich. Die Dateien kann man zwar im WWW herunterladen, aber der Referenzabzug fehlt. Wenn Sie den wünschen, dann melden Sie sich bitte hier.

Testbild des DQ-Tool:
Das Bild ist vollkommen.
Was zeigt Ihr Bildschirm an?

Testbild der Zeitschrift c’t.
Zu den Testbildern der c’t klicken Sie auf das Bild oder das Wort.
Wenn Sie die Kalibrierung auf Betriebssystemebene durchgeführt haben, dann müssen Sie in den Graphikprogrammen die Farbkorrekturen abschalten. Jede Korrektur funktioniert wie eine Brille: Wenn Sie (im Falle einer Sehschwäche) Ihre Brille aufsetzen, dann sehen Sie gut, wenn Sie aber auch noch Ihre Zweitbrille aufsetzen, dann sehen Sie nicht doppelt so gut, sondern schlechter. Deshalb dürfen die Farbkorrekturen 1. auf Betriebssystemebene für die Bildschirmdarstellung und 2. im Graphikprogramm nicht gleichzeitig wirken.
Dort gibt es Farbprofile: Europäische Color-Initiative, Adobe. Speichern Sie die Farbprofile unter C:\WINNT\system32\spool\drivers\color .
Im folgenden werden von Farbprofile der ECI und von Adobe benutzt. Dies bedeutet nicht, daß diese die besten seien. Hier soll nur schnell und einfach eine gut brauchbare Lösung vorgestellt werden, die auf verbreitete Daten und einem Laien »vertraute« Begriffe zurückgreift.
Für Adobe Photoshop, InDesign und Illustrator empfehlen wir folgende Farbeinstellungen: Arbeitsfarbräume RGB »ECI RGB v2« oder »Adobe RGB (1998)« (sind umfangreicher als sRGB IEC61966-2.1), CMYK »Euroscale Coated v2« (nicht »U.S. …«), Graustufen »Gray Gamma 2.2«.

Photoshop und InDesign:
Für Corel Draw und Photopaint: 1. Klicken Sie auf die Profilnamen, um ein Fenster zur Profilwahl zu öffnen. 2. Klicken Sie auf orange oder graue Pfeile, um zwischen ihnen umzuschalten. 3. Ihre neue Einstellung können Sie unten als »Stil« abspeichern: Klicken Sie auf das + und geben Sie einen neuen Namen ein.

Corel Draw und Photopaint:
Die Bearbeitung von Farbbildern führen Sie am besten in RGB durch. Wenn Dateien von digitalen Kameras oder Scannern andere Farbprofile enthalten (zum Beispiel sRGB), dann behalten Sie besser das eingebettete Farbprofil bei, wenn das Bildbearbeitungsprogramm Sie beim Öffnen nach »beibehalten« oder »wandeln« fragt. Für die Wandlung nach CMYK benutzen und empfehlen wir Euroscale Coated v2. Im allgemeinen müssen Sie Bilder nicht vor dem Einfügen in die Satzdatei nach CMYK wandeln, sondern können die RGB-Bilder benutzen. Satzprogramme wie InDesign wandeln die Bilder bei der PDF- bzw. Druckausgabe um. Wenn Sie selbst von RGB nach CMYK wandeln, dann speichern Sie unter einem anderen Namen oder in einem anderen Verzeichnis, damit Sie für Farbverbesserungen nach einem Probedruck noch die RGB-Daten haben.
Wenn Sie Graustufenbilder haben, dann achten Sie bitte darauf, daß Sie auch tatsächlich den Graustufenmodus benutzen und nicht RGB oder CMYK (Erklärung siehe Farbtrennung eines grauen Bildes). Wenn Sie Duplexdruck wünschen, dann bereiten Sie die Bilder nur als normale Graustufenbilder vor, aber bitte benutzen Sie keine voreingestellten Zweifarbprofile, denn solch ein Farbprofil richtet sich nach der Farbe, die Sie sich an Hand eines Musters bei uns in der Druckerei aussuchen, und solch ein Farbprofil erstellen wir selbst, denn die Erfahrung, die man für Zweifarbprofile benötigt, ist das Ergebnis vieler kostenträchtiger Fehler. Diese Erfahrung dürfen Sie aber auch gerne selber machen.
Wenn Sie wünschen, daß wir die Bildbearbeitung fertigstellen, dann entfernen Sie bitte nach dem Scannen nur Fusseln und Flecken aus dem Bild, aber ändern nicht die Tonwerte oder die Schärfe.
Datenformate und Komprimierung
Datenformate, die wir in dieser Reihenfolge empfehlen: TIFF, PSD, PNG. JPG nur in höchster Qualität bzw. niedrigster Komprimierung. Kein GIF.
PSD, TIFF¹ und PNG komprimieren verlustfrei. Dagegen verlustbehaftete Komprimierung bedeutet Datenverlust. Nach leichten Tonwertkorrekturen werden nämlich die Bereiche deutlich, in denen die Daten gespart wurden (besonders deutlich in der Nähe von Objekträndern in einfarbigen Flächen). Diese Erscheinungen heißen »JPG-Artefakte«. Bilder, die gedruckt werden sollen, dürfen nicht »E-Mail-tauglich« gemacht werden, zum Beispiel dadurch,
daß deren Bildpunktzahl (durch Änderung der Auflösung) verringert wird oder die JPG-Qualität. Die Bilder werden ganz einfach schlecht.

JPG-Artefakte: Da ist nichts mehr zu retten.
1 Gemeint sind die Komprimierungen LZW und ZIP, die von TIFF unterstützt werden. Es gibt aber auch Programme, die JPG-Komprimierung unter TIFF verstecken können. Als TIFF getarnte JPG-Dateien sind natürlich verlustbehaftet.
»In der Druckerei werden die Bilder besser,
denn die haben bessere Geräte und dort arbeiten Fachleute.« Das ist eine Hoffnung einiger, die eigentlich schon ahnen, daß ihre Bilder nicht gut sind. Fehlerquellen sind: zu geringe Auflösung, Tonwerte zu oft und zu stark verschlimmbessert, JPG-Artefakte. Dann wird der Druck nur scheußlich und retten können wir auch nichts mehr.
Vektorgraphiken können Sie sehr gut mit Corel Draw oder Illustrator erstellen. Wir begrüßen zwar die Entwicklung von Inkscape, aber das Programm erzeugt leider nur druckfähige Dateien im RGB-Modus. Die Daten, die Corel Draw und Illustrator erzeugen, sind gut geeignet für die Einbindung in Satzdateien, für Ausdruck, Farbtrennung und Belichtung. Wenn Sie mit anderen Programmen Graphiken (das sind auch Diagramme) erzeugen, z. B. mit Power Point, Excel, oder gar mit »Hochzeitszeitung 1-2-3 mit 100.000 Cliparts« für 9,95 €, dann müssen Sie selbst irgendwie PDF-Dateien erzeugen und sicherstellen, daß sie richtig ausgegeben werden — wir können Ihnen bei solchen Programmen nicht helfen.
Farbraum, CMYK
Wenn Sie Graphiken in einem Vektorgraphikprogramm wie Corel Draw oder Illustrator zeichnen, dann achten Sie bitte darauf, daß Sie die Farben aus dem CMYK-Farbraum auswählen. Das ist der Farbraum des gewerblichen Druckes. Illustrator fragt Sie am Anfang, ob Sie CMYK oder RGB benutzen wollen. Corel Draw läßt die Verwendung mehrerer Farbräume gleichzeitig zu. Deshalb sollten Sie in Corel Draw die Farbeigenschaften überwachen und ggf. RGB-Farben in CMYK-Farben wandeln, in dem Sie im Menü »CMYK« auswählen bzw. auf eine Farbe der CMYK-Palette klicken. Wichtig ist das insbesondere bei Grautönen und Schwarz, damit sie auch wirklich aus Schwarzanteilen gedruckt werden, aber nicht aus einer Mischung von Cyan, Magenta und Gelb, was sich nach Umrechnungsformel »RGB zu CMYK« (ohne Farbprofil) ergeben würde. Insbesondere wenn Sie Graphiken über die Zwischenablage von anderen Programmen in Corel Draw einfügen, dann haben die Objekte RGB-Farben (weil Windows nur RGB versteht, ebenso Word, Excel und Power Point). Auch wenn zum Beispiel für Sie als Mensch ein 0-0-0 RGB schwarz aussieht, so ist es doch kein Schwarz für die Druckerei, denn das ist 0-0-0-100 CMYK. Wenn Sie so etwas nicht selbst berichtigen, sondern einer Automatik überlassen, dann müssen Sie damit rechnen, daß das RGB-Schwarz in einen Zusammendruck aus Cyan, Magenta und Gelb ohne Schwarz gewandelt wird. Beim Druck werden die Farben nacheinander auf die gleiche Stelle gedruckt. Dabei kann es zu kleinen Verschiebungen kommen. Das können Sie daran erkennen, daß dünne Linien und kleinen Buchstaben anstatt schwarz und scharf nur schmutziggrau und unscharf mit farbigen Schatten sind (siehe Diagramm).

Links farbige Schatten durch 0-0-0 RGB, rechts scharf in Schwarz
In Corel Draw benutzen Sie am besten die Farben der programmeigenen CMYK-Palette mit ihren Farbnamen. Wenn Ihnen nicht irgendwelche Zahlenwerte angezeigt werden, sondern Farbnamen wie »Schwarz«, »70 % Grau«, »Blau«, »Sand«, »Mondgrün«, dann können Sie darauf vertrauen, daß deren Werte eine saubere Farbtrennung ermöglichen.
Schwarz und Gelb kennt jeder. Machen Sie sich mit den anderen beiden Grundfarben des subtraktiven Farbmodells, Magenta und Cyan, vertraut. Magenta ist nicht »Pink«, Cyan ist nicht »Hellblau«. Blau ist eine Mischfarbe aus Magenta und Cyan. Das Standardblau aus 100 % Cyan und 100 % Magenta wirkt auf die meisten Leute sehr dunkel. Das Standardrot ist 100 % Gelb + 100 % Magenta. Mit ein wenig Gewöhnung können Sie Mischfarben selbst gezielt durch Zahlenwerte bestimmen.
Erster Tip: Setzen Sie in Buchstaben und Linien, die eine scharfe Kante haben sollen, mindestens einen Farbanteil auf 100 %. Der Vollton, der sich dann ergibt, ist rasterfrei, so daß die Kante nicht durch ein Raster ausfranst oder eine Linie brüchig wird.
Zweiter Tip: Wenn Sie eine Farbe aufhellen wollen, dann mindern Sie den Schwarzanteil auf 0, weiter dann durch verhältnismäßiges Mindern der anderen Farbanteile. Umgekehrt dunkeln Sie ab, in dem Sie solange die Farbanteile verhältnismäßig erhöhen, bis einer 100 % erreicht, danach erhöhen Sie Schwarz. Dunkelgrün ist 100-0-100-40 oder 100-0-100-50, Weinrot ist 0-100-100-40, Brauntöne sind 100 Gelb + Magenta + Schwarz.
Dritter Tip: Der dunkelste Ton ist 100-100-100-100, denn Schwarz ist nur 0-0-0-100. Auch schwarze Druckfarbe oder -toner ist nicht 100% deckend und undurchsichtig. Der vierfache vollflächige Farbauftrag von CMYK deckt natürlich besser und ist undurchsichtiger, also wirkt er dunkler als Schwarz. Aber in der Praxis können sich Druckfarben bzw. -toner gegenseitig stören. Wenn Sie zum Beispiel auf einem Umschlag einen tiefschwarzen Hintergrund sehen wollen, dann legen Sie ihn bitte nicht als 100-100-100-100 an, sondern als 60-60-60-100 (das ist auch schon besser als das normale Schwarz). Normalen schwarzen Text belassen Sie besser bei der Grundfarbe.

Grundfarben CMYK zu 100 % und zu 50 % und Mischungen
Wählen Sie eine Sonderfarbe (Schmuckfarbe, spot color — Pantone, HKS) nur dann, wenn auch tatsächlich mit einer Schmuckfarbe gedruckt werden soll. Aber über so etwas unterhalten Sie sich schließlich vorher mit der Druckerei Ihres Vertrauens. Im Digitaldruck bei uns gibt es keine Sonderfarbe; sie wird durch eine Mischung aus CMYK ersetzt.
Sonderfarben werden im Offsetdruck zum Beispiel auf Briefbögen und Visitenkarten benutzt. Wenn Sie zum Beispiel nur ein bestimmtes Blau oder Grün wünschen, dann drucken wir das in einer Sonderfarbe. Andernfalls müßte das Blau aus Cyan und Magenta oder das Grün aus Gelb und Cyan, also aus zwei Farben, gedruckt werden. Zwei Farben zu drucken ist teurer als eine. Außerdem sehen Sonderfarben kräftiger und sauberer aus.
Graphiken aus anderen Programmen als Satzprogrammen
Wenn Sie eine Graphik, zum Beispiel ein Diagramm, in einem anderen Programm erstellt haben, dann speichern Sie die Graphik als einzelne Datei ab und importieren Sie in das Programm, in dem Sie zusammenstellen — nicht einbetten oder »ziehen und ablegen« (denn oftmals ist dann in dem Dokument nur ein Vorschaubild mit einer Verknüpfung zu einer Datei auf Ihrer Festplatte, so daß bei Ihnen alles tadellos funktioniert, aber anderswo nicht mehr).
Wenn einzelne Seiten nur auf einem Farblaserdrucker ausgegeben werden sollen, dann können Sie Diagramme aus Excel oder Arcview (ggf. von Arcview erzeugte EPS-Dateien) importieren. Wenn solche Graphiken im Offsetdruck gedruckt werden sollen, dann sind solche Graphiken oftmals fehlerträchtig, insbesondere ihre Farbtrennung. Solche Dateien kann man verbessern, in dem man EPS-Datei in Corel Draw über »Postscript interpretiert« importiert bzw. ein Excel-Diagramm in die Zwischenablage und dann in Corel Draw über das Menü als Corel-Draw-Objekt einfügt (nicht mit Strg+V). Dann kann man Farben und Schriften
kontrollieren. Das Ergebnis ist dann eine Corel-Draw-Graphik.
Abschnitte dieses langen Kapitels:
PDF ist ein Dateiformat zum Austausch von Dokumenten auf der Grundlage von Postscript. Formulare, Videofilme und interaktive 3D-Welten können enthalten sein – es ist also viel mehr als Postscript. Postscript ist eine Vektorgraphikprogrammiersprache, aber nicht für Menschen, sondern für Programme. Sie wurde von der Firma Adobe entwickelt und ist eines ihrer eingetragenen Warenzeichen. Im gewerblichen Druckwesen ist Postscript die Standardsprache für Ausgabegeräte wie Drucker oder Belichter. Eigentlich war Postscript nicht beabsichtigt für den Austausch von Daten, die am Bildschirm betrachtet werden sollen. PDF wurde entwickelt, um die Dokumente plattformübergreifend auf beliebigen Ausgabegeräten wie vom Ersteller beabsichtigt auszugeben (was zum Beispiel nicht mit HTML- oder Word-Dateien geht). Seit über zehn Jahren ist PDF der Standard für Datenaustausch in der Druckvorbereitung.
PDF-Dateien können wir noch ein Mal kontrollieren und wir können Seiten, die zusammen auf einen Bogen gedruckt werden (bei einem 16seitigen Heft zum Beispiel die Seiten 16 und 1, 2 und 15, 14 und 3 usw.), montieren. (Dieser Vorgang heißt Imposition.) Anschließend können wir die Datei auf verschiedenen Geräten ausdrucken.
PDF-Dateien können Sie in einigen Programmen unmittelbar erzeugen durch das Klicken auf eine Schaltfläche bzw. durch die Wahl eines Menüpunktes unter »Datei«. PDF-Erzeuger können auch wie Drucker eingerichtet werden.
Wenn Sie eine PDF-Datei erstellt haben, dann drucken Sie diese auch bitte selbst aus. Vielleicht werden einige Seiten fehlerhaft oder nicht ausgedruckt. Das sind Hinweise auf Schwierigkeiten. Daß eine PDF-Datei am Bildschirm richtig aussieht, bedeutet noch nichts. Ebenso ist kein Merkmal für Fehlerfreiheit, wenn eine Datei unmittelbar aus Word, Excel, Corel Draw, InDesign oder welchem Programm auch immer tadellos gedruckt werden kann. Jedes Verfahren hat andere Toleranzen und Schwächen.
Wenn sich eine PDF-Datei überhaupt nicht drucken läßt, dann liegt es meistens an grundsätzlichen Einstellungen der Druckertreiber. Aber das geschieht selten, weil Sie ansonsten auch drucken können.
Fehler in Einzelfällen sind:
1. Absturz bei einer Vektorgraphiken.
2. Fehlerpixel in einem Pixelbild.
3. Eine Schrift wird als Courier oder als Kästchen wiedergegeben.
Zu 1: Objekte aus über 2.000 Punkten oder Kurven in Diagrammen, die aus Tausenden von Einzelgeraden bestehen, vereinfachen.
Effekte wie Tranzparenz, Linsen, Schatten, Verzerrungen usw. einebnen.
Zu 2: Bild öffnen, ggf. Modus »indizierte Farben« wandeln, ggf. zu hohe Auflösung mindern, in anderem Format abspeichern, neu einsetzen.
Zu 3: Parameter im Druckmenü zur Übergabe der Schrift ändern.
An dieser Stelle sollen die Schwierigkeiten nicht vertieft und gelöst werden, sondern nur vorgestellt werden. Solche sind der Grund, warum Sie eine PDF-Datei testen sollen und warum es Schwierigkeiten gibt, auch wenn Sie alles genau so einstellen, wie wir vorschlagen.
Erzeugen einer PDF-Datei mit einem Schreib- oder Graphikprogramm
Wenn Sie eine PDF-Datei unmittelbar aus einem Programm (Schreib-, Text- oder Satzprogramm) heraus erzeugen können,
dann gibt es zwei Wege: Entweder wird als virtueller Drucker Adobe PDF
oder ein PDF Writer aufgerufen, oder die Erstellung von PDF-Dateien ist eine eigenständige Funktion des Programmes, so zum Beispiel in InDesign oder Corel Draw.
Wenn irgendein Modul eingerichtet ist, so daß Sie von Word aus eine PDF-Datei erstellen können, dann versuchen Sie es. In Adobe InDesign, Corel Draw und Open Office
ziehen Sie die programmeigenen Funktionen irgendwelchen virtuellen Druckern vor.
Bekannte Fehler sind:
Microsoft Word
In Word importierte und in Word bearbeitbare Diagramme, zum Beispiel aus Excel, können »Kurvenmonster« enthalten. Nehmen wir an, daß eine Meßreihe 8.000 Werte ergab, durch die eine Kurve gelegt wird. Einige Programme zur Darstellung von Meßwerten zeichnen nicht eine Kurve, die durch 8.000 Koordinaten verläuft, sondern zeichnen jeweils zwischen zwei Punkten insgesamt 7.999 winzige Strecken, die durch 2×7.999 = 15.998 Koordinaten bestimmt sind. Wir beobachten, daß zwar PDF-, Postscript- und EPS-Dateien (EPS: Postscript mit zusätzlichen Daten) am Bildschirm betrachtet werden können, daß aber Drucker bei solchen Datenmonstern aufgeben.
Wenn Pixelbilder normaler Größe stark verkleinert werden, so daß Ihre Auflösung (Pixelzahl/Kantenlänge) über 1.000 beträgt, dann wächst die Gefahr, daß wenn auf der gleichen Seite noch ein schwieriges Objekt hinzukommt, der Druckvorgang auf der Seite abbricht. Rechnen Sie solche Bilder mit einem Bildbearbeitungsprogramm um.
Pixelbilder im indizierten Farbmodus (Palettenmodus), zum Beispiel GIF- und häufig BMP-Dateien, machen die Druckdatei absturzgefährlich.
Ganzseitige Pixelbilder durchsichtig angelegt (zum Beispiel als Hintergrund) werden manchmal von Word beim PDF-Export in viele Hundert Bruchstücke aufgeteilt (zum Beispiel zeilenweise). Auf dem Bildschirm sieht das Bild unauffällig aus, aber oftmals ist der Aufbau des Bildes im Acrobaten sehr langsam (so etwas ist im allgemeinen eine Warnung, daß irgendetwas faul ist). Für den Drucker ist das manches Mal zuviel. Ausweg: in eine Postscript-Datei drucken.
Tabellen bestehen aus Linien und Feldern. Die Felder haben Hintergründe, die auch weiß sein können. Wenn die Linien über den Hintergrundflächen liegen, dann sieht die Tabelle sauber und normal aus. Bei der Druckausgabe wird aber die Reihenfolge vieler Elemente vertauscht. So werden Linien durch Hintergrundflächen teilweise überdeckt, so daß die Linien stellenweise dünner aussehen. Die Linien bestehen tatsächlich nicht durchgehend aus jeweils einem Stück, sondern aus vielen, unterschiedlich langen Abschnitten, sogar aus Punkten. Sie können versuchen, die noch ein Mal eine PDF-Datei zu erzeugen. Wenn sich nichts ändert, dann müssen Sie damit leben, oder Tabellen mit einem Satzprogramm oder Corel Draw neu erstellen. Wer den Adobe Acrobat oder ein anderes Programm zur Bearbeitung von PDF-Dateien hat (nicht nur Erzeugung von PDF-Dateien), kann die Tabellen reparieren; das aber ist sehr aufwendig.
Open Office
Manche Schriften werden nicht in die PDF-Datei eingebettet (obwohl die Schriften eine Einbettung zulassen). Ausweg: Drucken – als Drucker »Adobe PDF« wählen oder in eine Postscriptdatei drucken.
Corel Draw
Wenn Sie die Zeichen oberhalb der Nummer 127, also alle Umlaute und das ß, verlieren, dann gehen Sie in das Menü der PDF-Exportoptionen, dort auf den zweiten Reiter , stellen Sie den »Teilsatz der Typ-1-Schriften« auf 80 »% des Zeichensatzes«. Wenn der Fehler bleibt, dann gehen Sie auf 20 % oder 10 % herunter. Letzte Möglichkeit: »Allen Text als Kurven exportieren« auswählen. Andererseits ist das keine Lösung, sondern nur ein Notbehelf, wenn nur wenige Worte in großer Schrift davon betroffen sind. Wenn Text in Kurven gewandelt wird, dann wird das hochauflösende Koordinatensystem der Schrift in das dazu im Vergleich grobe Koordinatensystem des Programmes umgerechnet. Insbesondere verlieren die Schriften ihre hints; das sind die Anweisungen, die die Umrechnung der Vektorformen der Zeichen in die Pixelmuster des Ausgabegerätes steuern. Je kleiner einer Schriftgröße ist, um so wichtiger sind die hints. Eine Schrift ohne hints ist schlecht. Folglich ist die Wandlung von Text in Kurven eine zu vermeidende, schlechte Notlösung.
Erzeugen einer PDF-Datei mit InDesign
Grundsätzlich sind von InDesign erzeugte PDF-Dateien gut. Wählen Sie als Standard PDF/X-4: 2008 (gut), PDF/X-3: 2002 oder PDF/X-1a: 2001 aus. Achten Sie bitte darauf! Diese PDF/X-Standarde sind für Druckereien vorgefertigte PDF-Einstellungen. Auch die PDF-Version wird damit ausgewählt.
Bei älteren Druckern gibt es noch Probleme mit transparenten Objekten. Gegebenenfalls bitten wir Sie, Dateien für PDF/X-1a: 2001 zu erstellen. Technischer Grund: Wenn für den Druck die durchsichtigen Objekte »eingeebnet«, das heißt mit dem Hintergrund verrechnet werden (gleich ob im Acrobat oder im Drucker), dann ergibt sich in dem das Objekt umfassenden Rechteck ein erst im Ausdruck sichtbarer leichter Grauschleier.
Wir nehmen an, daß Sie bereits vor der Anlage eines neuen Dokumentes Ihre Farbeinstellungen (siehe Menü Farbeinstellungen) und unter in den Zeilen über den für als Mischraum »CMYK« und zum Einebnen »Hohe Auflösung« auswählten.
Zum PDF-Export verwenden Sie bitte die folgenden Einstellungen:





Erzeugen einer PDF-Datei mit Corel Draw





Erzeugen einer PDF-Datei mit Open Office
In Open Office ist die Funktion besser als die Funktion über das Klickfeld oben in der Menüleiste. Beachten Sie bitte die folgenden Einstellungen (die anderen Reiter sind ohne Belang):

PDF mit LaTEX
Mit dem Programm PDFTEX können
-Dateien unmittelbar in PDF-Dateien gewandelt werden. Wir erklären hier keine Parameter-Einstellung dieses Programmes und mögliche Schwierigkeiten, weil der Anteil der so erzeugten PDF-Dateien, die unsere Kunden einreichen, zu gering ist. Versuchen Sie, wie für InDesign einzustellen, und wenn nicht möglich, dann wie für Open Office.
Drucken in PDF-Datei
Manche Programme exportieren nicht nach PDF. Dafür können Sie einen PDF-Erzeuger wie Adobe Acrobat (kostenpflichtig), PDFCreator oder FreePDF XP(beide kostenlos) einrichten und dann über das Druckmenü in PDF-Dateien drucken.
Wir erklären hier keine Parameter-Einstellung dieser Programme und mögliche Schwierigkeiten, weil der Anteil der so erzeugten PDF-Dateien, die unsere Kunden einreichen, zu gering ist. Versuchen Sie, wie für InDesign einzustellen, und wenn nicht möglich, dann wie für Open Office.
Zeitschriften und Büchlein haben Umschläge aus stärkerem Papier, Einbände bestehen aus fester Pappe. Sie werden gesondert gefertigt.
Sie können Buchstaben prägen lassen, zum Beispiel in Gold oder Silber. Sie können aber auch die Umschläge farbig bedrucken lassen.
Die Titelseite nennen wir U1, die Rückseite U4, die linke Innenseite U2, die rechte Innenseite U3. In der Mitte liegt der Rücken. Die Breite des Rückens
hängt von der Seitenzahl und dem von uns benutzten Papier ab. Dieses Maß können Sie also nicht wissen. Meistens gehen die Motive der Titelseite bis an den
Blattrand heran. So kann man aber nicht drucken, sondern man muß ein größeres Motiv auf ein größeres Blatt drucken und danach auf die gewünschte Größe
abschneiden.
Wenn Sie nur eine einfarbige Titelseite haben und U2—U4 leerlassen, dann können Sie diese eine Seite auch mit Word erstellen.
Bitte legen Sie den Umschlag immer als eine vom Innenteil getrennte Datei an. Bitte legen Sie nicht alles in einer Datei an und erklären dann die Seiten 1 und 2 sowie die vorletzte und die letzte Seite zum Umschlag.
Im allgemeinen erstellen Sie Ihre Umschlagseiten bitte mit Corel Draw, Adobe InDesign oder Adobe Pagemaker. Adobe Photoshop ist möglich (dann bitte als PDF-Datei oder als nichteingeebnete PSD-Datei übergeben, damit die Schrift als Vektorgraphik erhalten bleibt).
Wir müssen die Dateien bearbeiten können, weil U1 und U4 auf eine Seite gehören sowie U2 und U3 auf die andere Seite des Umschlagbogens,
wir müssen noch den Rücken einfügen können und wir müssen Objekte, die an den Rand gehen, vergrößern können.
Die richtige Anordnung der Seiten für den Druck auf einem Druckbogen heißt Imposition und ist eine Facharbeit einer Druckerei.
Wenn Sie genau und sicher wissen, wie man sie ausführt, dann können Sie sie auch selbst tun.
Wenn Sie von Dritten Dateien erhalten (Anzeigen), dann setzen Sie bitte die Dateien in Ihre Dokumente ein.
Außerdem geben Sie uns bitte die einzelnen Dateien, so wie Sie die erhielten.
Manches Mal verursachen jene Dateien Schwierigkeiten im Druck. Änderungen in den PDF-Dateien sind aufwendig.
Wenn wir aber Zugriff auf die Ausgangsdaten haben, dann können wir Schwierigkeiten schneller und für Sie billiger beheben.
Bitte teilen Sie Ihren Anzeigenkunden die Angaben aus dem Abschnitt Anzeigen Dritter mit.
Geben Sie uns bitte alle Schriften, die Sie in Ihrer Datei benutzen, mit. Corel Draw bietet zwar die Möglichkeit, Schriften einzubetten, aber nicht alle
Schriften lassen sich einbetten, weil die Schriften Parameter enthalten, die das Einbetten erlauben oder verbieten.
Bitte lesen Sie den Abschnitt über CMYK-Farben. Fotos auf der Titelseite sollen im allgemeinen besonders gut sein.
Deshalb empfehlen wir Ihnen, uns die Tonwertbearbeitung und die Wandlung nach CMYK zu überlassen. Ein Bild bedeutet nicht viel Arbeit für uns;
das ist weniger Arbeit als die, die nach einem enttäuschenden Probedruck (mit unseren Maschinen nach Offsetdruck-Standard, nicht mit Ihrem Farbdrucker) entsteht.
Wir können Ihnen die bearbeitete Bilddatei zuschicken, damit Sie sie selbst einsetzen können.
Wenn Sie Anzeigen Dritter für den Umschlag einwerben möchten, dann entscheiden Sie zuerst, auf welchen Seiten Sie farbig drucken möchten (Vorderseite des Umschlagbogens U4-U1, Rückseite des Umschlagbogens U2-U3).
Testbilder
DQ Tool des Fachverbandes der photochemischen Industrie,
Testbilder der Zeitschrift c’t
Farbprofile
ECI — Arbeitsfarbraum,
ECI — Offsetdruck,
ECI — Farbprofile herunterladen,
Adobe — allgemeine Profile
PDF
Adobe Acrobat, PDFCreator, FreePDF XP
Postscript-Treiber
von Adobe
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